Frankfurt/Main, 25. September 2025.- Die deutsche Kautschukindustrie ruft dazu auf, die geplante Verschiebung der EUDR zu nutzen, um die Verordnung für entwaldungsfreie Lieferketten für alle Seiten praxistauglich und bürokratieschlank zu machen. „Die Bundesregierung sollte sich jetzt mit Nachdruck dafür einsetzen, das ‚First-Touch-Prinzip‘ einzuführen“, sagte der Präsident des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk), Michael Klein, in Frankfurt am Main. Dadurch müsste nur das erste Unternehmen in der europäischen Wertschöpfungskette von EUDR-relevanten Produkten eine Sorgfaltserklärung im Informationssystem hinterlegen.
„Diese Lösung wäre äußerst elegant und würde allen Seiten dienen. Die wiederholte Abgabe von Sorgfaltserklärungen von jedem Akteur der Wertschöpfungskette für belegbar entwaldungsfreien Naturkautschuk verursacht hohe bürokratische Kosten für die betroffenen Unternehmen. Die Beschränkung auf eine einzige Sorgfaltserklärung am Anfang der Wertschöpfungskette würde diese drastisch reduzieren. Für die EU und ihre Mitgliedsstaaten würde sich der Aufwand für Kontrollen und die benötigte IT-Infrastruktur verringern. Es wäre eine Win-Win-Situation für alle.“ Wenn Bundesregierung und Europäische Union den Büro-kratieabbau wirklich ernst meinten, sei die Einführung des „First-Touch-Prinzips“ in die EUDR eine hervorragende Gelegenheit, hier einen ersten wichtigen Erfolg zu erzielen.
