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Pressemeldung vom 20. März 2026

Kautschukindustrie: Bundesregierung muss in den Krisenmodus umschalten

wdk fordert mehr Tempo bei der Umsetzung von wirtschaftspolitischen Reformen

Die deutsche Kautschukindustrie hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, in den Krisenmodus zu schalten. „Bei den produzierenden Mittelständlern herrscht längst Alarmstufe Rot. Während viele Unternehmen um ihre Zukunft kämpfen, kommt die Politik nicht in die Gänge – weder in Deutschland noch in Europa“, sagte der Präsident des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk), Michael Klein, heute in Frankfurt am Main.

Klein stellte sich ausdrücklich hinter die „Schluss mit Schneckentempo!“-Kampagne des Chemieverbands VCI für schnellere Reformen und begrüßte die Einschätzung von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass wirtschaftspolitisch mehr Tempo notwendig sei. Die zunehmende Schließung von Standorten und die Verlagerung von Produktion ins Ausland zeigten, wie groß der Druck auf den Industriestandort Deutschland inzwischen sei. „Alle Wettbewerbsbremsen, die wir national selbst in der Hand haben, müssen jetzt konsequent beseitigt werden.“

Als konkrete Maßnahmen nannte Klein einen niedrigeren nationalen CO₂-Preis oder ein Aussetzen des nationalen Emissionshandels sowie einen schnellen und für die Unternehmen spürbaren Bürokratieabbau.

Mit Blick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs warnte der wdk-Präsident zudem vor einer zusätzlichen Belastung der Industrie durch den aktuellen Kostenschock: „Die steigenden Spritpreise treiben die Transportkosten nach oben und die blockierten globalen Transportwege in der Containerschifffahrt setzen die Lieferketten zunehmend unter Druck – auch in der Kautschukindustrie. Es brennt derzeit an vielen Stellen gleichzeitig. Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, drohen weitere Schäden für den Produktionsstandort Deutschland“, so Klein.

wdk-Präsident Michael Klein (Quelle: wdk)

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Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk) ist die Spitzenorganisation der deutschen Hersteller von Bereifungen und Technischen Elastomer-Erzeugnissen. Er vertritt rund 200 Unternehmen mit etwa 70.000 Beschäftigten und einem Gesamtjahresumsatz von zehn Milliarden Euro.