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Pressemeldung vom 6. November 2025

Stärkung der Kreislaufwirtschaft nötig: Deutschen Altreifenrecyclern entgehen 100.000 Tonnen Altreifen jährlich

wdk fordert stärkere politische Unterstützung für die Reifenkreislaufwirtschaft

Frankfurt am Main, 6. November 2025. Die Kreislaufwirtschaft bei Altreifen in Deutschland funktioniert, ist aber dringend auf politische Unterstützung angewiesen. Das belegen die aktuellen Zahlen, die der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) heute in Frankfurt am Main vorgelegt hat. Demnach verzeichnen Altenreifenentsorger und Recycler weiterhin schwindende Mengen auf dem Markt.

„Im vergangenen Jahr betrug die Menge der Altreifen mit unbekanntem Verbleib rund 100.000 Tonnen. Es besteht die Vermutung, dass diese und auch noch weit größere Mengen in Staaten außerhalb der EU exportiert wurden, um dort verbrannt oder für eine Pyrolyse unter desolaten Gesundheits- und Umweltbedingungen verwendet zu werden“, erklärte Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer beim wdk. Diese Altreifen würden somit den deutschen Recyclern und damit einer sinnvollen und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft entzogen.

Rau plädierte dafür, in Deutschland eine Zählung der anfallenden Altreifen und deren Verwertungswegen einzuführen. „Eine solche Maßnahme fordert der wdk mit anderen Verbänden und Organisationen schon seit längerem. Sie wäre einfach umzusetzen und eine klare Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Dafür ist aber der politische Wille erforderlich, ein funktionierendes Recyclingsystem zu stützen und zu fördern.“ Er verwies auf die nun veröffentlichte Statistik. Demnach fielen im Jahr 2024 in Deutschland insgesamt 533 000 Tonnen Altreifen an, von denen mit 193 000 Tonnen mehr als doppelt so viele zu Granulaten und Gummimehl verarbeitet als thermisch in der Zementindustrie verwertet wurden.

Stephan Rau, Technischer Geschäftsführer, wdk e.V.

 

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Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (wdk) ist die Spitzenorganisation der deutschen Hersteller von Bereifungen und Technischen Elastomer-Erzeugnissen. Er vertritt rund 200 Unternehmen mit etwa 70.000 Beschäftigten und einem Gesamtjahresumsatz von zehn Milliarden Euro.