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Aufschwung mit Hindernissen

Zuletzt haben die neuerlichen Corona-Beschränkungen und die schleppende Impfkampagne zahlreiche Wirtschaftsforschungs-Institute dazu bewogen, ihre bisherigen Prognosen für die BIP-Entwicklung 2021 in Deutschland nach unten zu korrigieren. Lagen die Einschätzungen beispielsweise des IW, des Ifo und des Sachverständigenrates zuvor noch bei etwa 4 % Wachstum, so wird der Zuwachs mittlerweile eher bei 3 % gesehen. Allerdings scheint die deutsche Industrie bei dieser Entwicklung weitgehend ausgeklammert zu sein. Dafür stellen sich diesen Unternehmen andere Herausforderungen – in der Lieferkette.

Beide Tendenzen – steigende Nachfrage und eine fragile Lieferkette – können wir auch für die deutsche Kautschukindustrie bestätigen. Auch wenn sich in den jetzt veröffentlichten Zahlen für den Branchenumsatz im Januar 2021 diese Entwicklung noch nicht widerspiegelt, belegen die uns vorliegenden Infos aus dem Markt für das 1. Quartal 2021 ein Anziehen der Nachfrage (Aufträge) in der Breite der Produktpalette. Etwas hintendran scheint die Automobilindustrie zu sein. Die Pkw-Inlandsproduktion ist in den ersten Monaten des Jahres (noch) nicht angesprungen. Das liegt aber auch daran, dass wegen eines „Chipmangels“ immer wieder Produktionsbänder angehalten werden mussten.

Und damit kommen wir zur gravierenden aktuellen Problematik – der Stabilität der Lieferkette. Nicht erst die Havarie der „Ever Given“ im Suezkanal hat zu Bruchstellen geführt. Schon vorher haben sich die Stimmen aus dem Markt gemehrt, die von Ausfällen durch Force Majeur, von Engpässen, Allokationen und langen Lieferzeiten bei vielen Rohstoffen für die Kautschukverarbeitung berichtet haben. Wir haben in den letzten Tagen und Wochen mehrfach dazu berichtet. Parallel zur Knappheit haben sich die Rohstoffpreise –  durch die Bank weg – zum Teil massiv verteuert. Eine Entspannung der Situation ist derzeit nicht in Sicht. Selbst wenn der Suezkanal jetzt wieder befahrbar sein sollte, wird es zu Stauungen in den Westhäfen und zu einer verschärften Containerknappheit in Asien kommen.

Nach Ostern (KW 15) werden wir in einer Mitgliederumfrage mehr Infos einholen, eine Quantifizierung vornehmen und die Ergebnisse kommunizieren. Es bleibt also turbulent – trotzdem, schöne Ostern!