Klicken Sie auf den unteren Button, um die Sprachumschalter über GoogleTranslate zu laden.

Inhalt laden

PGRpdiBjbGFzcz0iZ3RyYW5zbGF0ZV93cmFwcGVyIiBpZD0iZ3Qtd3JhcHBlci0yNDY3NzU3MiI+PC9kaXY+

Die Entwicklung der Rohstoffpreise im 2. Quartal 2019

Insgesamt ist der Rohstoffmarkt für die Produkte der deutschen Kautschukindustrie durch wechselnde Phasen der Anspannung und Entspannung gekennzeichnet. Im Einzelnen sehen die aktuellen Tendenzen zu Beginn des 2. Quartals 2019 wie folgt aus

Bei Naturkautschuk sind die Preise aufgrund von Gerüchten über zerstörte Kautschukplantagen in Thailand sowie leeren Lagern in China sowie angesichts der Wintering-Phase deutlich gestiegen. Für Mitte des Jahres wird angesichts eines Angebotsüberschusses aber mit Entspannung gerechnet. Ein weitgehend einheitliches Bild zeichnen die petrochemischen Vorprodukte. Bei den Feedstocks ist zu Beginn des 2. Quartals eine Trendumkehr zu erkennen – die Preise gehen nach oben. Den stärksten Preisanstieg verzeichneten hierbei Acrylnitrile, Benzol sowie Styrol. Für die wesentlichen Synthesekautschuke ergibt sich im April 2019 daraus folgende Preisentwicklung: SBR und NBR leicht steigend, EPDM leicht sinkend. CR, FKM, Polybutadien und Silikon halten sich auf hohem Niveau. Auch der Ölpreis steigt seit Beginn dieses Jahrs wieder deutlich an. Die aktuelle Krise in Libyen und die mögliche Blockade des Hafens in Tripolis sowie die starke Zurückhaltung Saudi-Arabiens als auch die reduzierte Ölförderung in den USA sind Treiber einer weiteren Verknappung. Durch den gestiegenen Ölpreis verteuert sich Ruß spürbar. Bei den meisten Kautschukchemikalien bleiben die Preise stabil. Allerdings steigen die Preise bei Silicia und Aluminium leicht und bei Schwefel und Zinkweiß deutlich an. Sorge bereitet die Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe, so ist die Lage bei Silikonkautschuk, Fluorkautschuk und Chloropren-Kautschuk sehr angespannt. Eine Entspannung ist im laufenden Quartal nicht abzusehen.