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Stabile Geschäftslage in der deutschen Kautschukindustrie zur Jahresmitte 2018

Aktuell gestaltet es sich schwierig, die Perspektiven der deutschen Kautschukindustrie zu prognostizieren. Die dazu gerne herangezogenen Frühindikatoren wie Geschäftsklima oder Einkäuferindices verändern sich mittlerweile so schnell wie Tweets im Weißen Haus abgesetzt werden.

Viele Unwägbarkeiten bestimmen den Welthandel: neben dem Handelsstreit, den die USA mit nahezu jedem anzetteln sind die Konjunkturentwicklungen in der Türkei und im Iran sowie deren Auswirkungen auf die europäische Industrie nicht abschätzbar. Somit bleibt zunächst nur der Blick auf die wirtschaftlichen Realdaten – und die zeichnen ein positives Bild der Gesamtwirtschaft sowie auch der Branchenkonkunktur der deutschen Kautschukindustrie.
Die Geschäftstätigkeit  in der deutschen Kautschukindustrie trotzt dem Gegenwind, der der Branchenkonjunktur  von Seiten der globalen Wirtschaftspolitik, den Rohstoffmärkten und Konjunkturwarnungen von Experten ins Gesicht bläst. Der Umsatz liegt nach den ersten 5 Monaten des Jahres zwar im Minus (-1,2 %), das Minus ist aber zum einen deutlich kleiner als nach dem 1. Quartal und zum anderen auf die Entwicklung im Reifengeschäft zurückzuführen, in dem der Aufholprozess bei einer verschobenen Saisonalität nach einem im Vorjahresvergleich schwachen 1. Quartal noch nicht abgeschlossen ist (-6 %). Bei TEE liegt der Umsatz um 3 % über Vorjahr.

Die Verteuerung vieler wesentlicher Rohstoffe hält an. Besonders betroffen sind Erdöl-Derivate (z.B. Ruß, Weichmacher). NK liegt weiterhin auf einem niedrigen Preisniveau, bei SBR deutet sich ein Preisrückgang an. Zusätzlich zu CR und Silikon könnten sich Engpässe bei FKM und Peroxid ergeben.