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wdk Konjunkturbericht 130 vom 7. Juni 2018

In 2018 befindet sich die Weltwirtschaft weiter im Aufschwung. Allerdings haben die Expansionsraten ihren Höhepunkt überschritten, da Kapazitätsgrenzen wirksam werden.

Das Welt-BIP dürfte 2018 um 3,4 % expandieren. Für die wichtigsten Länder und Regionen heißt das: US-Aufschwung intakt, stabile Konjunktur in Japan, Konsolidierung in China, Indien mit hoher Dynamik, Erholung in Südamerika, weiter kräftiges Wachstum im Euroraum, Wettbewerbsfähigkeit in UK hoch, Hochkonjunktur in Osteuropa, Russland profitiert vom Ölpreis.

Auch der Aufschwung in der deutschen Wirtschaft hält an. Gleichwohl drohen Risiken, in erster Linie durch einen Handelskrieg und Kapazitätsgrenzen.

Die deutsche Industrie dürfte sich auf dem Höhepunkt im aktuellen Konjunkturzyklus befinden. Die inländische Produktion stieg 2017 um 3 %. Diese Größenordnung kann auch im laufenden Jahr annähernd erreicht werden. Alle Branchen des Verarbeitenden Gewerbes profitieren, allein für die Automobilindustrie ziehen dunkle Wolken auf. Laut Mitteilung des Branchenverbandes VDA könnten anhaltende Verzögerungen bei der Typengenehmigung nach der ab September dieses Jahres verbindlichen Abgas-Testung WLTP zu Fertigungsstopps führen.

Ein generelles Hemmnis für die deutsche Industrie ist der vielerorts deutlich zu verzeichnende Mangel an benötigten neuen Mitarbeitern. Spezifisch für die Kautschukindustrie ist eine Unterversorgung mit wichtigen Rohstoffen. Insbesondere Chloropren- und Silikonkautschuke sind äußerst knapp.

Dennoch dürfte die gute Branchenkonjunktur der Kautschukindustrie 2018 anhalten. Die Verbandsprognose für 2018 lautet: rund 2 % Mengenzuwachs und eine etwas höhere Steigerung des Branchenumsatzes auf gut 12 Mrd. Euro. Allerdings steigen auch die Kosten für Löhne, Rohstoffe, Logistik und Verpackungen in nicht unerheblichen Umfang