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Too good to go!

Besuch von Prof. Joseph Adelegan, Generalsekretär der IRSG (International Rubber Study Group) im Haus der Kautschukindustrie

Vor wenigen Tagen: Kennenlerngespräch mit Joseph Adelegan. Er ist neuer Generalsekretär der International Rubber Study Group (IRSG). Und Professor für Bauingenieurwesen mehrerer Hochschulen. Seine Hingabe gilt aber nachhaltigen Entwicklungsprojekten.

Meine Hingabe gilt seit mehreren Jahren dem Erhalt der IRSG als Weltplattform der Kautschuk-Stakeholder. Zum Glück stehen Bundeswirtschaftsministerium und Bundesregierung dabei an unserer Seite. Seit sechs Jahren unternimmt nämlich die EU-Kommission immer wieder Anläufe, aus IRSG auszutreten.

Warum? Nun, man bemängelt die schwindende Zahl an Mitgliedstaaten im Kreis der IRSG-Mitglieder. Dazu muss man wissen, dass IRSG 1944 als globale Institution von mehreren Staaten (darunter USA und England) gegründet wurde. Man wollte mit Blick auf die überlebenswichtige Bedeutung von Kautschuk (auch und gerade in Kriegszeiten – siehe das Gründungsjahr) endlich Klarheit über die globale Kautschukverfügbarkeit gewinnen. Heute wird IRSG im Wesentlichen von staatlichen Delegationen aus Kautschukanbauländern und Kautschukverbraucherländern getragen. Dabei vertritt die EU seit längerer Zeit bereits zentral die europäischen Mitgliedsländer. Also auch Deutschland. IRSG ist aber inzwischen über das Format einer reinen Datensammelstelle hinausgewachsen. Bei der weltumspannenden Trägerschaft dieser Plattform drängt sich ja geradezu auf, hier auch die drängenden Themen unserer Zeit für die Kautschukbranche zu adressieren. Allen voran Nachhaltigkeit. IRSG versucht so auch seit zehn Jahren, die Interessen von Kautschukanbauern und Kautschukverbrauchern innerhalb einer Sustainable Rubber Initiative (SNR-i) mit einer Rahmenvereinbarung auszugleichen. Joseph Adelegan möchte die Plattform jetzt zu einem „Pfeiler“ für einen globalen Wissensaustausch machen. Und für Kreislaufwirtschaft. Und zum Exzellenzzentrum. Schöne Vorstellung. Wenn aber gleichzeitig die EU unter Hinweis auf die Konzentration von IRSG auf Kernaufgaben (Datenakquisition) und auf die fehlenden entscheidenden Nationalstaaten der Plattform den Teppich unter den Füßen wegzieht, bleibt es bei den Visionen. In der Tat: Wir brauchen den Wiederbeitritt der USA und Englands auf Verbraucherseite. Und von Malaysia, Thailand und Indonesien auf der Erzeugerseite. Die EU hätte den Hebel, diese Staaten an den Tisch zu bringen. Brüssel unternimmt jedoch nichts. Und so wird die Dauerkritik der EU-Kommissionsvertreter zur Self Fulfilling Prophecy. Tritt die EU aus, so ist IRSG Geschichte.

Und was macht der wdk? Wir organisieren seit Jahren den Widerstand einer qualifizierten Mehrheit in den EU-Gremien gegen einen Austritt. Wir setzen uns mit der Bundesregierung für einen Beitritt weiterer Anbauländer – insbesondere Thailands – bei IRSG ein.

Und falls „IRSG krachen geht“?! Dann haben wir Pläne für einen Ersatz in der Schublade – die wir hoffentlich nie brauchen. Ich wünsche Joseph Adelegan jedenfalls alles Gute bei seinem selbsterklärten Ziel, die Zahl der Mitgliedstaaten bei IRSG innerhalb der nächsten zwei Jahre zu verdoppeln!

…  Ach übrigens: Unter unserer Headline (www.toogoodtogo.com) finden Sie auch einen nachhaltigen Ansatz gegen Lebensmittelverschwendung.

 

Dr. Veronika Beer (wdk), Boris Engelhardt (wdk), Prof. Joseph Adelegan (IRSG), Michael Berthel (wdk) (v.l.n.r. )