Klicken Sie auf den unteren Button, um die Sprachumschalter über GoogleTranslate zu laden.

Inhalt laden

PGRpdiBjbGFzcz0iZ3RyYW5zbGF0ZV93cmFwcGVyIiBpZD0iZ3Qtd3JhcHBlci02MDMyODA5OSI+PC9kaXY+

Rohstoffpreise zu Beginn des 4. Quartals 2019

Zu Beginn des 4. Quartals 2019 zeigen sich die Preis-Indices der meisten Rohstoffe für die Kautschukverarbeitung stabil, obwohl angesichts der global nachlassenden Nachfrage ein Angebotsüberhang zu erwarten wäre. Nur wenige Materialien – Butadien basierte Synthesekautschuke, Ruß sowie die ein oder andere Chemikalie – geben leicht nach.

Bei den Feedstocks ist zu Beginn des 4. Quartals 2019 keine eindeutige Tendenz zu erkennen, zu uneinheitlich ist die Entwicklung der letzten Monate. Am aktuellen Rand ist ein leichter Preisrückgang bei Styrol, Propylen Benzol, Butadien und Polypropylen und ein Preisanstieg bei Ethylen und Naphta zu verzeichnen. Die für die Branche maßgeblichen Synthesekautschuke folgen im Wesentlichen dieser vorlaufenden Entwicklung der Feedstocks: SBR und NBR sind entsprechend der Kursentwicklung bei Styrol und Butadien im Preis gesunken. Die Preise für CR und Silikon befindet sich weiterhin auf hohem Niveau. Ausschlaggebend ist jeweils die Knappheit des Rohstoffs. Der EPDM-Preis gibt minimal nach und Fluorkautschuk hält sich auf einem relativ hohen Preisniveau.

Bei Naturkautschuk haben die Preise nach der Kursrally zum Jahresbeginn nachgegeben. Die Preise pendeln sich aktuell bei etwa 1,80 US$ ein (TSR CV an der Malaysian Rubber Exchange). Da im letzten Quartal eines Jahres die starken Erntemonate anstehen, die globale Nachfrage aber schwächelt, ist von einem Angebotsüberhang bei Naturkautschuk auszugehen. Als Damoklesschwert schweben allerdings die Insolvenz eines großen Zwischenhändlers in China sowie die zunehmenden Erkrankungen von Kautschukbäumen in Indonesien und Thailand über der Verfügbarkeit.

Der Ölpreis unterliegt aktuell fast täglichen volatilen Ausschlägen. Ausschlaggebend ist die erhöhte politische Unsicherheit auf der arabischen Halbinsel – bspw. der Drohnenangriff auf saudische Ölförderanlagen. Das führt zu Risikoaufschlägen. Auf der anderen Seite sind die Lagerbestände hoch und die schwache Weltkonjunktur drückt auf die Nachfrage. Ruß sinkt mit Beginn des 4. Quartals preislich – die nachlaufende Abhängigkeit vom Rohölpreis greift.